| I Gitanos

Hätte
Django Reinhardt jemals mit Carlos Santana und den Gipsy Kings
in einer Band gespielt, hätte diese wahrscheinlich so geklungen
wie die
„I GITANOS“.
Europaweit
gibt es nur wenige Bands, die bei ihren Live-Auftritten mit soviel
Kraft und Emotionen ihr Publikum erobern, wie es die drei Musikern
mit dem großen Namen Reinhardt schaffen. Bandgründer
Bawo Reinhardt, sein Sohn Lulo Reinhardt und sein Neffe Bavo Degé
haben eine Musikrichtung entwickelt, die auf dem traditionellen
Jazz und Swing von Django Reinhardt wurzelt, diesen aber mit dem
Rhythmus und der Power des Latin im Stile von Carlos Santana und
der ausgelassenen Stimmung, wie man sie bei den Gipsy Kings erlebt
verbinden. Zusammen mit ihrer Sprache, dem Romanes, ist so eine
Musik entstanden, die – egal ob auf großem Festival
oder bei exklusiver Gala – das Publikum von den Stühlen
reißt und auf hohem Niveau den Saal zum Kochen bringt.
Bereits
1992 formierten sich Bawo Reinhardt, Lulo Reinhardt und Bavo Degé
1992 zunächst als Trio unter dem Namen „The Gipsy dreams“.
Später verstärkten der Schlagzeuger Uli Krämer
und der Bassist Markus Schmitt die Band. Als dann das Ensemble
prominente Unterstützung durch den New Yorker Ausnahme-Percussionisten
Nicky Marrero erhielt, war es auch Zeit für einen neuen Namen:
Die "I GITANOS" waren geboren.
Die
erste CD „ I Suni, I GITANOS featuring Nicky Marrero"
wurde von m+d records produziert , die zweite Veröffentlichung
„Ab i Reisa“ erfolgte bei dem spanischen Label NUBENEGRA.
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Schuga
Latschi Tschei
EXTRACT beim ultimativen „Konzert des Jahres“ der
„I Gitanos“ im Dessert Inn
…Begabte
Gitarristen und gute Techniker gibt es viele. Man nimmt zur Kenntnis,
wie sie mit bewundernswerter Fingerfertigkeit ihr Repertoire abspielen,
bleibt aber innerlich unberührt. Ganz anders aber die drei
Gitarristen der „I Gitanos“. Während sie synchron
mit eben dieser Fingerfertigkeit die Griffbretter ihrer Gitarren
rauf und runter fegen, klingt ihre Musik wild, aufregend, überschäumend.
Nur im Zaum gehalten und diszipliniert durch das teutonische Element
des Bassisten Markus Schmidt, des hervorragenden Schlagzeugers
Uli Krämer und dem phantasievollen Jürgen Schult an
den Percussions.
In
ihrer eigenwilligen Spielweise bringen sie wehmütige Liebeslieder
in denen Pavo Dege vor Liebe zergeht, nach Liebe, Herz, Schmerz
und Illusionen schmachtet, genauso überzeugend wie traditionelle
Stücke in ihrer Sprache. Alles unterlegt von exzessiven Gitarrenrythmen,
die in ihren unablässigen Wiederholungen süchtig machen
und wie eine Droge wirken.
Als
„Gipsy Goes Latin Sound“ bezeichnen sie ihre Musik,
Zigeunermusik mit lateinamerikanischen Elementen. Hier greifen
sie ungeniert in die Popkiste, da stiehlt sich etwas Folk hinein,
dort leihen sie beim Swing. Alles zusammen wird mit großer
Unbefangenheit vermengt. Dem Publikum gefällts, sie stehen
auf Tischen und Stühlen, klatschen, wollen mehr…
Quelle:
EXTRACT
Sonne und Samba
Rythmen von „I Tschitanos“ gehen ins Blut
…Ins
Blut gehende Samba- und Salsa-Rhythmen wärmen auf und bringen
das Publikum schnell in Party-Laune. Jedes Lied wird in der fast
gefüllten Halle mit starkem Applaus quittiert. Kein Wunder,
denn Samba und Salsa bilden nur das Gerüst für eine
sehr abwechslungsreiches Repertoire. Die sechs „Tschitanos“
(Nicky Marero fehlte leider wegen Krankheit) lösen sich immer
wieder geschickt vom Thema, variieren und wechseln die Rhythmen.
Markus Schmidt am Bass überrascht mit gefühlvollem Jazz,
ebenso überzeugend Uli Krämer am Schlagzeug; tolle Percussion-Einlagen
von Jürgen Schuld, der sein dynamisches und temporeiches
Spiel bei einem mehrjährigen Aufenthalt in Brasilien perfektionierte.
Geschickt werden da noch Swing, Tango und traditionelles Gitarren-Spiel
der Marke Reinhardt beigefügt. Selbst Klassik findet ihren
Platz: Ein Leckerbissen ist Lulo Reinhardts klassische Gitarre,
wenn er das Thema aus Rodrigos „Concierto de Aranjuez“
anspielt, das im weiteren Verlauf zur südamerikanischen Samba
verwandelt wird.
Nicht nur die Instrumente, auch der Gesang überzeugen. Mit
viel Schwung, oder aber mit Gefühl beim Liebeslied, tragen
sie ihre Lieder hauptsächlich in der traditionellen Sprache,
dem Romanos, vor.
Mit drei stürmischen Zugaben endete der Abend, die Stimmung
aber bleibt, so dass man sogar auf dem Heimweg den Regen vergisst…
Quelle:
Rhein-Zeitung
Federnder Rhythmus im Kreuzganz bei
Gitarrensolos von „Gypsy goes latin“
„I
Gitanos“-Gruppe beigeisterte Fans beim Konzert in Rommersdorf
„Gypsy
goes Latin“ lautet das Programm dieser Selfmade Sunny Boys
– denn ihre Songs und Rhythmus-Arrangements machen sie fast
ausschließlich selbst. Dabei werden Elemente aus Pop, Folklore
und Jazz lateinamerikanischer Herkunft oder auch Überformung
auf sehr eigenständige Weise zu einem charakteristischen
Stil verschmolzen, der „Zigeunerisches“ unverwechselbar
zum Ausdruck bringt.
Nicht Geigenzauber und Cybalklänge, die man mit solch einschlägiger
Musik in Kurkonzert- oder Caféhausstil verbindet, sind
zu hören. Das Besondere der Gruppe dürfte wohl die Kombination
von Gitarrensound mit Keyboard und Schlagzeug samt Baß sein
– dazu der Gesang in der mundartlich geprägten Sprache
des „Romanes“.
Jeder profilierte sich dabei auf eigene Weise: raffiniert in der
Improvisation und schmelzend zugleich Lulo Reinhardts Sologitarre
mit Gesang, kongenial die beiden Rhythmusgitarristen Bawo Reinhardt
und Bawo Degé, die auch als Sänger kehlig-rauh zu
vokalisieren vermochten. Nervig-federnd am Schlagzeug Uli Krämer,
motorisch pulsierend der Percussionist Ralf Schneider und der
Keyboard-Alleskönner – so wollt es scheinen –
Pablo Peredes, der dem Ganzen echt spanisches Flair verlieh.
Daß die Gruppe der Sieben auf der Bühne Life-Stile
bevorzugt, das sah oder besser hörte man ihr an: Nach anfänglicher
„Eingewöhnungszeit“ steigerten die Musiker sich
wie ihr Publikum in Begeisterungsjubel, der ihre musikalische
„Bandbreite“ unter Beweis stellte.
Quelle:
Rhein-Zeitung
Kalte Füße bei feurigen Klängen
Salzkotten.
Prachtfeuerwerk am abendlichen Himmel über den Salzkottener
Hederauen. Ein musikalisches Feuerwerk etwas tiefer lieferten
am Samstagabend die sechs Musiker der Gruppe „I Gitanos“.
„Gipsy goes latin“ lautet die musikalische Selbsteinschätzung
des Sextetts, umreißt aber nur knapp die Bandbreite ihres
Könnens.
Die zahlreichen Zuhörer, die kalte Füße in den
Hederwiesen nicht scheuten, bekamen klassische Zigeunermusik nach
altbewährte Art der Reinhardtfamilie, gepaart mit lateinamerikanischen
Klängen und feurigen Samba- und Salsa-Rhythmen zu hören.
Den unverwechselbaren musikalischen Stil machten Texte in der
Zigeunersprache „Romanis“ perfekt.
Als Bavo Reinhardt und seine Mannen schier unermüdlich auf
ihren Gitarren fetzten, konnte selbst der sturste Westfale nicht
regungslos auf seinem Platz stehen bleiben. Es wurde gewippt,
geschnippt, geklatscht.
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