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Wedelie Köhler Ensemble
Wedeli Köhler (* 11.
April 1949 in München) ist ein deutscher
Musiker des Gypsy Jazz (Violine, früher auch Gitarre).
Köhlers Großvater war kaiserlicher Hofmusiker in Wien. Seine
Eltern, die
beide Violine spielten, unterrichteten ihn auf der Violine; daneben lernte
er
auch Gitarre. Er trat bereits mit neun Jahren öffentlich auf. 1973
gehörte
er als Geiger zum Sextett von Mike Reinhardt, mit dem er auch
Aufnahmen machte. Seine eigene Gruppe Hot Club Da Sinti gründete
er mit
dem Gitarristen Schmeling Lehmann und dem Bassisten Jani Lehmann als
Quartett im Stile des Quintette du Hot Club de France. Anstelle des
Sologitarristen Danny Weiss trat 1979 Tchavolo Schmitt der Gruppe bei.
1985 löste sich das Ensemble auf. Im nun gegründeten Wedeli
Köhler
Quartett mit dem Pianisten Unge Schmitt spielte er im Wechsel Geige und
Gitarre und näherte sich zunächst dem Modern Jazz an. Der Gruppe
gehörten Musiker wie Dorado Schmitt, Ziroli Winterstein und dann
sein
Sohn Sascha Köhler an. In den letzten Jahren führte er Projekte
mit Jan
Jankeje durch.
Wedeli Köhler- Violine, Jan Jankeje- Kontrabass und Sascha Köhler-
Rhytm. Gitarre, haben in Policka (Tsch) bei diesjährigen 7-ten
Internationalen Jazzfestival großen Erfolg geerntet.
Wedeli Köhler ist ein deutscher Zigeuner Jazzmusiker, der auf
beeindruckende Weise vielfältige Stilrichtungen verbindet. Seine
virtuose
Beherrschung von Geige und Gitarre versetzen ihn in die Lage der
Swinggitarre Django Reinhardts, wie auch der eleganten Geige Stephane
Grappellis Gehör zu verschaffen. Rasante Swingnummern gehören
ebenso
zu seinem Programm wie Swing-Valse und Musette aus Frankreich. Wedeli
Köhler ist ein spieltechnisch perfekter Jazzgeiger mit großer
interpretatorischer Ausstrahlung. Sein unbeschwertes, lockeres Spiel,
seine
technische Brillianz und sein improvisatorischer Erfindungsreichtum
haben ihn zu einem der besten Swinggeiger Europas, ja der Welt gemacht.
Seinem Vorbild Stephané Grappelli kommt er in Eleganz und Tongebung
sehr nahe. |