Bobby Falta geb. 1941, lebt seit 1945 in
Memmingen, war 1967 der Mitbegründer des
"Schnuckenack Reinhardt Quintetts", dem er 8
Jahre angehörte. Bereits damals fiel er durch
seinen eigenständigen kreativen Stil auf. Es folgte
eine längere Zusammenarbeit mit Ponny
Pointdexter, Frank St. Peter, Wolfgang
Lackerschmid, Wolfgang Lauer, Ingo Hirt u.a.
Wenn man Bobby Falta spielen hört, fühlt man
sich an große Namen, wie George Benson oder
Wes Montgomery erinnert. Trotzdem ist sein
Spiel nie ein stures, an Vorbildern hängendes
Plagiat. Vielmehr entwickelt er mit seiner
eigenen, ganz und gar nicht schulmäßigen, aber
um so effektiveren Gitarrentechnik einen breiten
und weichen Sound.

Lancy Falta geb. 1965 in Memmingen wurde das musikalische Talent quasi
in die Wiege gelegt. Mit 10 Jahren erlernte er das Gitarrenspiel von seinem
Vater. Sein hohes spielerisches Niveau und seine ausgefeilte Technik wurden
auch von Musikern wie Joe Pass, Chaka Khan, Koono, Kosta Lukash, Wolfgang
Lackerschmid, Alex Acuna, Carlos Benavente, Joe Zawinul, Kitty Winter u.a.
geschätzt, mit denen er schon zusammenarbeitete. Derzeit arbeitet er an einer
eigenständigen CD.
Das Gitarrenduo Bobby und Lancy Falta bringt mit der
Musik deutscher Zigeuner von Ihrer Sinti-Herkunft her einen breiten Fundus
musikalischer Tradition in ihr künstlerisches Schaffen mit ein. Was sie aber
auszeichnet, ist die aktive Teilhabe und Fortentwicklung des zeitgenössischen
Gitarren-Jazz, den sie mit hoher Virtuosität und Intensität betreiben. Verkitschte
Zigeunerromantik oder stures Rezitieren von Jazz-Standards ist ihre Sache nicht.
Mit ihrem mal meditativ anmutenden mal mitreißend lebendigen Spiel haben sie
ihren eigenen anverwechselbaren Weg gefunden, der ihre ethnischen Wurzeln
mit modernen Strömungen des Jazz verbindet. Als besondere Auszeichnung und
Anerkennung konnten die beiden den renomierten Kulturpreis der Stadt
Memmingen 1994 entgegennehmen.

Am Bass Peter Bockius, mit dem Bobby und Lancy Falta
regelmäßig als Trio zusammenspielen

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