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Django Reinhardt - der Zigeuner - das Genie Jean Baptiste „ Django Reinhardt “ ( * 23. Januar 1910 in Liberchies, Belgien; gest. 16.Mai 1953 in Samois-sur-Seine bei Paris ), Gitarrist, Komponist und Bandleader, gilt als Vater und Begründer des europäischen Jazz. Das Neue und Besondere an seiner Musik war die Mischung aus drei verschiedenen Musikstilen: er schuf aus dem schon gängigen New-Orleans-Jazz der zwanziger Jahre, den französischen Walzern ( valses musettes ) und der traditionellen Spielweise der Zigeuner einen neuen Musikstil, den Zigeuner oder Gipsy-Swing. Daneben gilt Django Reinhardt als einer der besten Gitarristen aller Zeiten. Als Sohn von Manousches ( französischsprachigen Sinti ) lernte er früh Geige, Banjo und schließlich Gitarre zu spielen. In diesem Umfeld, fern der Wertvorstellungen und Regeln der sogenannten sesshaften Leute, entwickelte er sich ganz und gar zum größten Gitarristen aller Zeiten. Mit seiner unglaublichen Virtuosität und seinem Gefühl für die Musik machte er sich schnell einen Namen. Mit 18 Jahren verbrannte er sich beim Brand seines Wohnwagens die linke Hand schwer. Ring- und kleiner Finger wurden dadurch verkrüppelt und nur noch beschränkt einsetzbar. In den folgenden anderthalb Jahren, in denen er sich langsam von diesem Unfall erholte, entwickelte Django Reinhardt eine völlig neue und höchst virtuose Spieltechnik, bei der er fürs Melodiespiel lediglich Zeige- und Mittelfinger einsetzte ( für Akkorde konnte er in beschränkten Maße auch Ring- und kleinen Finger zur Hilfe nehmen und benutzte ausgiebig den Daumen ). Mit dem Geiger Stéphane Grappelly (später Grappelli) gründete er 1934 das Quintette du Hot Club de France, das ein Sensationserfolg wurde und - bis auf zwei Umbesetzungen – in seiner ursprünglichen Form bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges 1939 bestand. Während Stéphane Grappelli bis Kriegsende in London blieb, spielte Django Reinhardt in Paris in den folgenden Jahren mit wechselnden Besetzungen im leicht geänderten Format des Quintette, Django Reinhardt: Sologitarre, ein oder mehrere Rhythmus-Gitarren; Klarinette anstelle der Geige; Bass und Schlagzeug. 1943 versuchte Django Reinhardt in die Schweiz zu flüchten, wurde aber an der Schweizer Grenze zurückgewiesen. Es gelang ihm, nach Paris zurück zu kehren, wo er dann bis Kriegsende blieb. Seine Berühmtheit und die Beliebtheit seiner Musik auch in Paris ihre Freizeit genießenden Nazis bewahrten ihn davor, wie viele seiner Verwandten als Zigeuner verfolgt und in den Konzentrationslagern umgebracht zu werden. Erst gegen Ende der vierziger Jahre nahm Django Reinhardt noch einmal eine Reihe von Titeln zusammen mit Stéphane Grappelli auf (1947 und 1949 - mit einer italienischen Rhythmusgruppe - in Rom). Django Reinhardt starb 1953
an einem Schlaganfall, nachdem er sich in den letzten Jahren seines Lebens
größten Teils der Familie, Freunden, der Malerei, dem Angeln
und dem Billard gewidmet hatte. Auch heute noch wird seine Musik von zahlreichen
Sinti, Roma und Gadje (Nicht-Zigeunern) gehört, gespielt und geliebt.
Sein außergewöhnliches
Talent, das in der Tradition der Zigeuner- Musik wurzelte, seine harte
und vor Dynamik überbordende Spielweise sowie sein Gespür für
„ weiche“ Moll- Tonarten und Melancholie brachte einen Swing
von ganz eigener Frische und Kraft hervor- den Zigeunerswing aus den 30er
Jahren, perfekt dargeboten vom „ Quintette du Hot Club der France“
in Paris. In der ungewöhnlichen Besetzung von drei Gitarren, Bass
und der
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